Fasnacht 2012

Jahresbericht der Narrengesellschaft KAMELIA Paradies von 1886

Jahresbericht Fasnacht 2012 der Narrengesellschaft KAMELIA Paradies von 1886

Liebe Kamelinchen und Kameler,

wir befinden uns im Jahr „1“ nach dem großen Jubiläum… In der „Meditations-Gruppe“ Narrenrat herrscht Leere, die Innere Balance zwischen HO NARRO, Bühnen- und Gassenauftritten, Moscht- und Rettichverkostungen ist gestört… es fehlt eine Neue Herausforderung. . .

Sollen wir uns in den Kosmos der  Fasnacht wagen? Die unendlichen Weiten der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee? Schließlich gilt es dort die großen Rätsel für Kameler zu lösen: Wieso sind Kameler glücklicher ? Warum will trotzdem nicht jeder ein Kamel sein? Und stimmt es dann nicht nachdenklich, wenn die Ober-Kamele Kurt Köberlin, Alfred Pfundstein, und Fritz Schächtle, anlässlich der GV vom 13.01.2012 in die „närrische Altersteilzeit“ geschickt werden?

 

Gut, Swantje Kunze + Stefan Bröcker mögen die neuen Rassekamele sein, aber auch Sie konnten nicht verhindern, dass ohne den „traditionell-gruppendynamisch-interaktiven Eingriff“ in die Forstwirtschaft, der Narrenbaum scho g’fällt war . . .  ohne Bratwurst . . .  immerhin, das Aufstellen war nachhaltig „glühmoschtig“!

Zwischenzeitlich hat der Ur-Fasnachter Marcus Nabholz seinen Narrenspiel-Intendantenposten an die „Smartphone - Facebookgeneration“ abgegeben! Konschtanz wusste zu  diesem Zeitpunkt noch nicht wie schnell so eine Aktion von der Tagesaktualität eingeholt wird!

Jedoch im Gegensatz zu anderen Institutionen wissen die Narrenspiele wer abrechnet!

Was passiert nicht alles im „fasnächtlichem Universum“ ? Do wird Schweizer Grenz’ zum Amtssitz vum neue OB, do klingen 50 Johr alte Fanfare jünger denn je und die zart lächelnde Mimik unserer Kanzlerin wird fotographisch ins rechte Licht gerückt. So geschehen und dargeboten am Frühschoppen, am „Schmotzige Dunnschtig“ 2012 von Kurtle Köberlin, dem FZ, Hans Leib und vielen mehr.

Wie schaffe ich es ohne medizinische Eingriffe den FC Bayern zu deklassieren? Ganz einfach: man packe „närrische Allmachtsfantasien“ in einen überdimensionalen Open-Air Kickerkasten, trete auf als das „United Paradies“ und schicke die Blätzlebuebe erst mal ins Trainingslager. Ein klares 4:0 am Schmotzige Dunnschtig Nachmittag für die Kamelia Paradies.

Anschließend trat unser Präsi noch als Promigast bei Gottschalk auf. Er war übrigens der Einzige, der auf die Mikrofonanlage der Blätz verzichten konnte. Warum nur???

Freitag, 17. Februar: Durch die Inspiration einiger „Abstürze“ am Vorabend, konnten unsere Kameler „Aktionskünstler“ auf der Kinderfete ihre ganze Kreativität entfalten… Dabei griff man auf bewährte Materialien wie Luftballons, Gummischlangen und Gutzele, sowie das therapeutische Kamelreiten zurück. Die Mütter & Väter des hundertfachen Narrensamens konnten einen Augenblick innehalten und ein opulentes Meisterwerk einer fasnächtlichen Kindertagesstätte auf sich wirken lassen.
T T T, Tränen, Thron und buntes Treiben: Ein vorerst letztes Mal hat der Cheforganisator Kurtle Köberlin den anspruchsvollen Parcours des großen Konschtanzer Fasnachtsumzug gesteckt. Über 4.500 Hästräger dankten es Ihm respektvoll und inthronisierten den Mann, der es gewagt hatte die Blätzlebuebe am Schluß laufen zu lassen. Da die Ideallinie immer wieder verlassen wurde, aber das Wetter auf Kurtles Seite war, konnten sich ca. 20.000 Zuschauer über 3 Std. an dem Schauspiel erfreuen. Mit einem Tränle im Auge und „Ich habe fertig...“ geht die Verantwortung nun in neue Hände über.

Es ist schon immer wieder ein Erfolg: Mit den einfachsten Zutaten wie Speck, Rettich und Moscht in paradiesischer Bioatmosphäre für reißenden Absatz zu sorgen. Sicher ist es dem „Tägermoosgourmet“ nicht entgangen, dass der handwerkliche Feinschnitt des Specks inzwischen maschinell erfolgt. Trotzdem muss man dieses, alljährlich am Rosenmontag wiederkehrende Speck- und Rettichessen, inzwischen in „philosophische Sphären“ heben ! „Die Symbiose von Rettich, Speck, Moscht und die unwiederbringlichen Schunkeleien, die im täglichen HO NARRO unseres Schaffens immer schneller Richtung Aschermittwoch rasen,  werden zur unbezahlbaren Kostbarkeit. Die Versorgung ist dank Monika Köberlin, Maja Schächtle, Hildegard Kerker und Team auch in den nächsten Jahren  gesichert!!

Dienstag, 21. Februar:  Fasnacht 2012 geht in Flammen auf!  Unter Jammern und Wehklagen und eines letzten „Narro, Narro, Siebe, Siebe" löst sich die Fasnachtsseligkeit in Rauch auf. Durch die Stadt irren Narren, Narren wie Du und ich der heimischen Bettstatt zu. Tatsächlich, auch ein Bett hat seine Vorzüge....

UND ETZ? No 352 Mol schlofe!!!!!

Es goht degege ! -


Konstanz den „Elften Elften“ 2012 - Der Chronist -  Stephan Grumbt