Fasnacht 2007

Jahresbericht der Narrengesellschaft KAMELIA Paradies von 1886

Liebe  Kamelinchen und Kameler, Heut müsset Ihr mir alle helfe, - es wird e  Jahreschronik  - multimedial, interaktiv, kritisch, satirisch, - zu Fuß,  – it immer chronologisch  – Eure Vorstellungskraft isch gfrogt, -  Stellet Euch vor... – Blicket zurück...

– 14. Januar 2007, der  Himmel strahlt in Kameler - Farben Blau-weiß über Konschtanz, Stoiber  wackelt – Werner Eckenschwiller erklärt bayuwaresk seinen Rücktritt zum  11.11. - nach 28 Jahren – die Versammlung nimmt‘s gar it richtig war... -  vor lauter taktischer Ausarbeitung der Loskaufpläne für die Tombola und  Vorstellung der ganzen Holzköpf der Maskengruppe um Stefanie Köberlin.

Fritz  Hörenberg wird geehrt für 26 Johr Pfennig staple und 4 Johr Eurocent  suche.... - Wein statt Bier.... - Single, mehrfacher närrischer  Geschäftsführer – noch 38 Tag bis Aschermittwoch.....

– Tja, die  Lage wird ernst ... – Pisa, miesa wie man es nie sah..., Bremen? ... –  Schämen..., - Seeufer Konschtanz ?, konschtant ausufernder Schmelztiegel  „multikultureller-teenagerhafter –Trinkgelage mit Gemeinderats  Ohnmacht.“ Auf was kann man sich da noch verlassen ?

Wenn man des  mit dem verschmitzen Kamelerkopf sieht, kannsch Dich drauf verlasse,  dass des Speckbrötle grundsätzlich auf d’ Speckseit fällt und de Moscht  schneller treibt wie Du Dich am Rosemäntig durch des volle Stefanshaus  drucke kasch.

Konschtanz Damals und Heute das war das Motto unser  inzwischen „Einschaltquotensprengender“ Narrenspiele im Konzil, welche  einmal mehr von dem Allrounder (Marcus Nabholz) in Szene gesetzt wurden  und durch seinen Büttenauftritt volle historische Authensität erfuhren.  Historie und Histörchen“  wurden dargeboten und die Lufthoheit  hatte  eindeutig Graf Zeppelin (Hans Leib), welcher visionenhaft schon das  Rahmenprogramm für die anstehenden Konzilfestspiele aufzeigte : Hannes  Heesters und die Kessler Zwillinge  on Stage in der Konstanzer  Interpretation von ein Schiff wird kommen – aber it aus Friedrichshafen !  Getreu dem Konschtanzer Lokalmotto: 2 Schritt zurück und einen vor  werden wir bewacht vom KURT: „Hand am Horn und Schwert am Gurt so stoht  er do“ de Kurt Köberlin. Hält die „Schweizer Horden“, welche den ALDI   stürmend ins Lago rennen zurück, und gibt grüne Ausfuhrscheine nur gegen  Nachweis eines Passes mit  biometrischen Daten ab.

Also wenn die  Nummer a de Fasnacht 2007 it scho desZukunftszenario vo Heilige Damm /  G8 war und des it so tönt wie „SCHILLY con SPÄTZLE“, denn soll mol einer  sage Kameler wäret it modern und vorausdenkend. Des beweist sich au im  verjüngte Narrenrat... - Mir honnt die Idee vu dere von der Layen scho  vorweggnomme un a de Fasnacht 2007 junge TESTmäschgerle eingsetzt. Mit  Bernd Schächtle und Alexander Riedmann sind die Bereiche max.  Ausschankhöhe und Konfetti-Durchblick gut besetzt.

Was wäre ein  Rückblick ohne Fernsehen ? Fasnacht in Konschtanz ein Turnprogram ? –  oder wie erklär ich mir die folgende Aussage: „Der Spagat ist nicht ganz  einfach: Echt konstanzerisch soll es sein, gewürzt mit alemannischem  Humor und doch auch noch in Stuttgart, Karlsruhe oder Crailsheim  zünden.“Wenn I des jetzt chronisch.... äh....  Chronik-technisch-visionär-interpretier..., heißt des also: „Do kreist  z.B. so e Raumschiff Fernsehfasnacht mit seiner Besatzung von lokal  Akteuren und Zukaufte um sich selbst und kommt kaum in Berührung mit den  Zuschauern. Man ist sicher getrennt durch die Glasscheibe am  Fernseher... - wir gucken rein, die gucken raus, aber es findet kaum ein  HO NARRO statt.“  Für fast 2 Milionen wars gelungene Unterhaltung.-  zurück zum Wesentlichen –

Ausgerechnet am Schmotzige Dunschtig  hott die Wacht am Paradieser Tor versagt... Schweizer Horden honnt sich  vor de Kameler der Berliner vum Menge bemächtigt... - nur Dank der  genausten geographischen Kenntnisse und eines taktisch meisterhaften  Umgehungsmanövers des Präsidenten, gelang es die  „helvetischen  Eindringlinge“ zu umgehen und die Kamelhorde beim Wecken im Paradies zu  verköschtige.... Isch’ s vielleicht die Angst vor Veränderung, oder  isch’s der aus dem sicheren Hafen Narrenrat, vum alte Präsident bschütze  in die aufgwühlte See gschmissene Sängerknabe a.D.  mangels.Ideen.des.Managements. , auf jeden Fall muss I wieder e weng  durch d’Zeit springe... –

Auf die Verlässlichkeit zurückgreife...  Frühschoppen am Schmotzig Dunschtig im Stefanshaus. Und das  funktionierte so: zur Begrüßung tat d’FZ den Saal hinhalten, de  Präsident (Werner Eckenschwiller) s’Lache verhalten, denn kam de  Kreuzfahrer (Joachim Zwick)und konnte die Lacher nimme aufhalten, um  denn an de „Türmer“ (Kurt Köberlin) zu übergeben zum die „helvetischen  Horden“ raushalten. Die „2 Anderen“ (Alexander Riedmann & Dieter  Kessler) honnt denn im Reality DRAMA  „Zepter der Kamel-Jungen“ de  Überblick behalten und de „Graf Zeppelin“ (Hans Leib) tat „Neureiche  Spätaussiedler aus Oberschwaben“ verwalten. Zum Schluss honnt  Erich  Böhler und Gustav Martin mit  Kamelliedern innegehalten und jetzt hot  mei Gosch Falten.

Sportiv gings dann in den Nachmittag mit einer  spektakulären Eishockeybegegnung zwischen Kamelern und allmöglichem  anderen närrischen Getier. Zwar waren die Bedingungen auf Konschtanz’s  neuster PUBLICRELATION – marketing-und einkaufsfördernder  Errungenschfaft, - der CITY ICE ARENA - PLUBLIC-Friering statt PUBLIC  Viewing – sprich gemeinsam frieren und de andere beim Glühwein saufen  zugucke,  alles andere als regulär, die Schiedsrichter total überfordert  und für die schmelzende Eisauflage zu schwer, aber dennoch: einer hot  gwonne.

Was die  große Politik noch diskutiert, der Bürger  lamentiert, den Geldbeutel irritiert ... – Herdprämie vulgo    Betreuungsgeld wird bei der Kamelia zum   Wohle des Konschtanzer  Narresame umgesetzt:  von Christina und Dieter Kessler organisiert und  Kurt Köberlin moderiert, war der Kinderball im Konzil wieder ein voller  Erfolg.

Dabei sein isch alles, sagten sich die Olympioniken der  Kamelia bei der Narrenolympiade auf dem Augustinerplatz am  Fasnachtssamstag. "Wurstschnappen mit Hindernissen“ – Platz 2 – DURSCHT –  HEIß – VORFRÜHLING – CANDLE LIGHT DINNER -  Doping Kontrolle  überstanden ganz neue Eindrücke für das Aktiven Team der KAMELIA am  ansonsten also ruhigen Fasnachtssamstag.

Wir lieben Ihn alle ... -  unseren KURTLE - und drum isch der Organisator vom  Umzug am  Fasnachtssonntag, mit Schalk, Charme,    Schwertgosch und blitzenden  Augen inzwischen ein eigener Programm-punkt beim Umzug. Johr für Johr  beschert er mit all seinen Helfern, Konschtanz ein farbenprächtiges  närrisches Schauspiel.2007 hot de SÜDKURIER KURTLE zu einem der  beliebtesten Fasnächtler ernannt. Jetzt hommer scho fascht alles durch,   aber do war doch noch ebbs.... „ZUKUNFT WAR BESSER“, mache mer mol  wieder en Abstecher ins Aktuelle... mit Verknüpfung zum Geschehenen:

Die  Rettung des Narrenmagens war wie immer des Speck- und Rettichvesper,  sowie die kräftige  Moschtspülung am Rosenmäntig.Noch von kommenden  Skandalen unbelastet strömten Hunderte von Mäschgerle ins Stefanshaus um  sich zu laben.  Die vielen Helferinnen und Helfer um Hildegard Kerker  und Maja Schächtle sorgten für ausreichend Versorgung und zukünftig  sollte sich der mündige Verbraucher und all die Medien an de KAMELIA ein  Beispiel nehmen... - wir sind ÖKO - BIO - aus kontrolliertem ANBAU -  orginal ABGEFÜLLT und it umetikettiert. „Kommt Euch des itt au komisch  vor? Do  kriegen Andere Fleisch geliefert, des schillert, Falten wirft  und riecht wie Bin Laden nach fünf Jahren in der Höhle - und keiner hott  ebbs gemerkt!Selle wo des Zeug verzehrt honnt, au it. Ganz zu schweigen  von den Kontrolleuren: Sieben Jahre Veterinärmedizin studiert - und  können Koteletts ittvon Komposcht unterscheiden."

- zurück zum  Wesentlichen, Satire aus... -  Tja, verbrennt en Schneck gesse und scho  wieder dieselbe gute Vorsätz für d’Fastezeit gfasst, Fasnacht 2007  zu  Ende, de Kassier zählt wieder die Tag bis Aschermittwoch, de  Gschäftsführer plant scho wieder eine Weltreise, de Programmdirektor  weiß vor lauter neuen Ideen für 2008 no gar it wo Ihm de Kopf stoht.  Aber heut isch alles andersch... Heut därf, muss, will I für unseren  scheidenden Präsidenten des Wort ergreifen... gesanglich uns  verabschieden....„Weint nicht um mich Ihr KAMELER, - Ihr werdet es nicht  bereuen, - es kommt ein Neuer, - ein ganz Bekannter, - ein nicht ganz  schlanker...,“bis zum nächschte Mol. Alles wird gut...          Bleibt,  wie Ihr seid  - etwas anders bleibt Euch  eh it  übrig..Es goht dagege !

Konstanz den 11. November 2007

Der Chronist -  Stephan Grumbt